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Möchtest Du transaktionales oder transformationales Spiel spielen?

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Möchtest Du transaktionales oder transformationales Spiel spielen?

Welche der nachfolgenden Situationen magst Du persönlich mehr, wo fühlst Du Dich wohler?
Die nachfolgend genutzte Aufgabe "Kekse zu backen" soll dabei als Metapher für die all die typischen Aufbeitsaufgaben und Situationen dienen, welche uns im Arbeitsalltag begegnen.

  1. Ein Kollege kommt auf Dich zu und sagt: "Ich nehme mir jetzt einen Keks mehr aus der Dose, unser gemeinsamer Kollege soll sich nicht so haben, wenn für ihn ein Keks weniger übrig bleibt."

  2. Ein Kollege kommt auf Dich zu und sagt: "Du darfst Dir zuerst einen Keks aus der Dose nehmen, wenn Du mir hilfst"

  3. Ein Kollege kommt auf Dich zu und sagt, "Lass uns gemeinsam etwas mehr Kekse backen, damit jeder seinen Appetit stillen kann!"

In den ersten zwei Situationen bedinfdet ihr euch in einen so genanntgen transaktionalen Spiel:

  • In der Situation 1 wird ein Vertrag zu lasten Dritter vorgeschlagen oder abgeschlossen. Und es ist ggf. noch viel schlimmer: es ist die indirekte Aufforderung das Gleiche zu tun und "das Minus" zu lasten Dritter noch zu erhöhen.

  • In der Situation 2 wird ein Vertrag zwischen zwei Parteien vorgeschlagen und/oder abgeschlossen. Je nach dem, wer wie viel Verhandlungsmacht ausgenutzt nat, fühlt sich danach besser respektive schlechter.

In der letzteren Situation befinden ihr euch in einem transformationalen Spiel:

  • Es ist der indirekte Vorschlag in ein Team einzutreten, in welchem - mit großer Wahrscheinlichkeit - das erreichbare Ergebnis, zum Beispiel durch Arbeitsteilung und/oder Spezialisierung, größer und stärker ist, als die Ergebnisse die erreichbar wären, wenn jeder für sich allein kämpft/arbeitet.

Ist es möglich ein Team zu bilden, wo der überwiegende Teil der Teammitglieder untereinander ausschließlich transaktionaktionales Spiel spielt?

  • Vermutlich nicht, denn es ist schwer Vorstellbar, dass die Mitglieder dieser Gruppe sich auf gemeinsame Werte und/oder Ziele commit-en

  • Vermutlich ist so eine Gruppe eher eine Organisationseinheit mit einer Führungskraft, welche es nicht für wichtig erachtet, dass ihre Mitarbeiter wie ein Team zusammenarbeiten und agieren.

Ist es möglich, ein Team zu zerstören in dem ein oder vielleicht eher mehrere Teilnehmer beginnen, statt des transformationalen Spiels unter eindander paarweise oder zwischen Untergruppen "Verträge" auszuhandeln und somit die Transaktionen innerhalb eines transaktionalen Spiels über die Werte und Ziele des Teams zu stellen?

  • Ja, definitiv. In deutschsprachugem Raum würde man so eine Person im Extremfall sogar Spalter nennen.

  • Ich würde sogar sagen, die Spaltung des Teams beginnt spätestens dann, wenn mehr als zwei Personen mit transaktionalem Spiel unteinander anfangen und die Interessen des Teams hinten anstellen.

Die oben beschriebenen Situationeen, deren Auswirkungen und damit verbundenen naheliegenden Erkennstnisse lassen sich abstrahieren und auch für das Thema Miterbeiterführung nutzen, diese Ergebnisse auf die Ebene der Mitarbeiterführung abstrahieren:

Transaktionale Führung vs. Transformationale Führung nach Hersey und Blanchard:

Aufgabenorientierung hoch niedrig
Mitarbeiterorientierung
hoch / eher transformational selling: integrierender führungsstil participating: parzitipativer Führungsstil
niedrig / eher transaktional telling: autoritäter Führungsstil delegating: Delegations-Stil