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Aufnahme der Rollendefinition in eine SMARTe Zielverarbahrung

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Aufnahme der Rollendefinition in eine SMARTe Zielverarbahrung

SMARTe Ziele sind

spezifisch, messbar, attraktiv (im Sinne erreichbar), realistisch und terminiert.

SMARTer-e Ziele sind

nicht nur spezifisch, messbar, attraktiv (im Sinne erreichbar), realistisch, terminiert, sondern auch motivierend (engaging) und belohnend (rewarding).

Auf Basis eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass es im Rahmen einer Zielvereinbarung (und späteren) Leistungsbeurteilung nicht nur hilfreich ist,

  • eine ungerade Anzahl von Zielen zu vereinbaren und nicht nur hilfreich

  • stets SMART-e Zielformulierungen zu verwenden, sondern darüber hinaus auch

  • die eigene Rollendefinition für das jeweilige Ziel explizit festzuhalten.

Denn, je nach der im jeweiligen Thema einzunehmenden Rolle variiert oder wächst nicht nur die Erwartungshaltung an die eigene Person, sodern auch die Anzahl der damit verbundenen, relevanten, spezifischen und auch am Zeitstrahl messbaren potentiell in Frage kommenden Beurteilungs-Kriterien.

Hier einige Beispiele für eine SMARTe Rollendefinition für ein vorgegebenes zu erreichendes Ziel:

Umsetzer

Der Umsetzer hat lediglich die Arbeit zu erledigen, die ihm aufgetragen wurde.

In/Bis 20## soll im Bereich "XYZ" das "ABC" umgesetzt/fortgeführt/abgeschlossen werden.
Herr/Frau Mustermann Übernimmt im Thema/Projekt "ABC" eine Umsetzungsrolle.
Im Rahmen seiner/ihrer Mitarbeit stellt Herr/Frau Mustermann sicher, dass

  1. die an ihn gestellten Anforderungen klar beschrieben, priorisiert und mit den erforderlichen Meilensteinen versehen sind

  2. die ihm zugewiesenen Arbeitspakete gemäß jeweils aktueller Planung fertiggestellt werden können

  3. der aktuelle Status und Fortschritt stets an die zuständigen Stellen kommuniziert ist

Koordinator

Ein Koordinator muss nicht nur die Arbeit erledigen, die ihm aufgetragen wurde, sondern rechtzeitig Enscheidungen herbeiführen, wenn die Arbeit im aktuellem Setup nicht erledigt werden kann.

In/Bis 20## soll im Bereich "XYZ" das "DEF" umgesetzt/fortgeführt/abgeschlossen werden.
Herr/Frau Mustermann Übernimmt im Thema/Projekt "DEF" eine Koordinationsrolle.
Im Rahmen seiner/ihrer Koordinations-Tätigkeit stellt Herr/Frau Mustermann sicher, dass

  1. die fachlichen Anforderungen klar beschrieben, priorisiert und mit den erforderlichen Meilensteinen versehen sind

  2. alle aufkommenden Abweichungen, Probleme und Fragestellungen rechtzeitig an die zuständigen Stellen kommuniziert sind

  3. die relevanten Zielsetzungen sowie der aktuelle Status stets an die zuständigen Schnittstellen kommuniziert ist

  4. falls erforderlich, entsprechende Entscheidungsvorlagen den relevanten Gremien vorgelegt sind (+)

Teilprojektleiter

Ein Teilprojektleiter hat nicht nur die Arbeit erledigen, die ihm persönlich aufgetragen wurde, und rechtzeitig Enscheidungen herbeizuführen, wenn die Aufgabe im aktuellem Setup nicht erledigt werden kann, sondern muss auch dafür sorgen, dass für die für die Aufgabe zugesagten Ressourcen rechtzeitig zur Verfügung stehen.

In/Bis 20## soll im Bereich "XYZ" das "GHI" umgesetzt/fortgeführt/abgeschlossen werden.
Herr/Frau Mustermann Übernimmt im Thema/Projekt "GHI" eine Teil-Projektleiterrolle.
Im Rahmen seiner/ihrer Teil-Projektleiter-Tätigkeit stellt Herr/Frau Mustermann sicher, dass

  1. alle fachlichen Anforderungen klar beschrieben, priorisiert und mit den erforderlichen Meilensteinen versehen sind

  2. alle aufkommenden Abweichungen, Probleme und Fragestellungen rechtzeitig an die zuständigen Projektgremien kommuniziert sind

  3. der aktuelle Status und Fortschritt des Teilprojekts stets transparent ist

  4. falls erforderlich, entsprechende Entscheidungen seitens der relevanten Gremien getroffen werden (+)

  5. die Projekt-Ressourcen gemäß Zusage in erforderlichem Umfang zur Verfügung stehen (++)

(Gesamt-)Projektleiter

Ein Projektleiter muss über die Aufgaben eines Teilprojektleiters hinaus noch dafür sorgen, dass auch der Ressourcenausfall rechtzeitig kompensiert wird, damit das Projekt "in time" und "in scope" fertig gestellt werden kann.

In/Bis 20## soll im Bereich "XYZ" das "JKL" umgesetzt/fortgeführt/abgeschlossen werden.
Herr/Frau Mustermann Übernimmt im Thema/Projekt "JKL" eine Projektleiterrolle.
Im Rahmen seiner/ihrer Projektleiter-Tätigkeit stellt Herr/Frau Mustermann sicher, dass

  1. alle fachlichen Anforderungen klar beschrieben, priorisiert und mit den erforderlichen Meilensteinen versehen sind

  2. alle aufkommenden Abweichungen, Probleme und Fragestellungen rechtzeitig an die zuständigen Schnittstellen kommuniziert sind

  3. der aktuelle Status und Fortschritt des Projekts stets an die zuständigen Unternehmensgremien kommuniziert ist

  4. falls erforderlich, entsprechende Entscheidungen seitens zuständiger Projekt- und/oder Unternehmens-Gremien vorliegen (+)

  5. die Projekt-Ressourcen gemäß Zusage in erforderlichem Umfang zur Verfügung stehen (++)

  6. bei Ressourcenausfall entsprechender Ersatz zeitnah in der erforderlichen Qualifikation zur Verfügung gestellt wird (+++)

Manager mit Ergebnisverantwortung

Und der Manager mit Ergebnisverantwortung hat noch mehr im Blick zu behalten: nämlich selbst für Erssourcenersatz bei ausfall zu sorgen und dabei stets im Rahmen der vorgegebenen Unternehmensziele zu bleiben.

In/Bis 20## übernimmt Herr/Frau Mustermann im Bereich "XYZ" die Ergebnisverantwortung das Produktportfolio "MNO".
Herr/Frau Mustermann nimmt hier die Rolle des/der verantwortlichen Manager/in.
Im Rahmen seiner/ihrer Tätigkeit als Manager/in stellt Herr/Frau Mustermann sicher, dass

  1. alle hierfür erforderlichen Tätigkeiten beschrieben, den ausführenden Ressourcen zugewiesen und mit klaren Prioritäten versehen sind

  2. alle aufkommenden Abweichungen, Probleme und Fragen sowohl an ihn/sie als Manager/in als an die Entscheidungsgremien kommuniziert sind

  3. der aktuelle Status und Fortschritt aller Tätigkeiten und Maßnahmen nicht nur ihm/ihr, sondern auch im Unternehmen stets transparent sind

  4. alle notwendigen Entscheidungen rechtzeitig getroffen werden und, wenn notwendig, mit Schnittstellen abgestimmt und kommuniziert sind (+)

  5. alle zur Sicherung der Ergebnisse notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen (++)

  6. bei Ressourcenausfall entsprechender Ersatz zeitnah in der erforderlichen Qualifikation zur Verfügung steht (+++)

  7. der Ergebnisbeitrag des Produktportfolios sich im Einklang mit der vereinbarten Bugget- und Mengenplanung des Unternehmens entwickelt (++++)


Vgl. hierzu:
SMART in de.wikipedia.org
SMART Zielvereinbarung im orgahandbuch.de